Einleitung

Es ist immer ein reizvolles Thema sich mit dem Leben und Werdegang des Johann Joachim Winckelmanns zu beschäftigen. Aus verschiedenen Blickwinkeln kann das Wirken des Schöpfers der klassischen Archäologie und der modernen Kunstwissenschaft näher betrachtet werden, beispielhaft seien hier genannt: sein Einfluss auf die „Sturm und Drang Zeit“, die von ihm entwickelten Methoden zur Verwissenschaftlichung der Auseinandersetzung mit Kunstwerken oder die, durch ihn herausgebildeten eigenständigen Wissenschaften: Archäologie und Kunstgeschichte

DieWebseite stellt Winckelmann und seine Reisen nach Herkulaneum und Pompeji in ihren Mittelpunkt. Daher schien es ratsam zu sein, auch seinen Lebensweg bis zu diesen Reisen zu skizzieren, um zu zeigen, an welchen Orten und zu welchen Zeiten er mit griechischen Zeugnissen literarischer oder archäologischer Art in Berührung kam.

Als Hauptquelle zu den Ausgrabungen dienten die von Stephanie-Gerrit Bruer und Max Kunze neu herausgebrachten „Sendschreiben von den Herculaneischen Entdeckungen“, „Nachrichten von den neuesten Herculaneischen Entdeckungen“ und „Briefe, Entwürfe und Rezensionen zu den Herkulaneischen Schriften“. Als weitere Grundlage wurden von Winckelmann geschriebene Briefe herangezogen. Eine nahezu vollständige Sammlung überlieferter Manuskripte bietet das vierbändige Werk „Johann Joachim Winckelmann, Briefe; Band I-IV“ von Walther Rehm. Von 1937 bis 1942 fasste dieser darin alle für ihn erreichbaren Schriften zu einem außerordentlichen und bis heute unübertroffenen Ganzen zusammen.